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Wartung von Ofen und Schornstein: Was in welchem Rhythmus ansteht

Die Pflege einer Feuerstätte verteilt sich auf drei Ebenen. Im laufenden Betrieb kümmern Sie sich um Asche, Scheibe und den Zustand der Glut. Einmal im Jahr, sinnvollerweise vor der Heizperiode, werden Dichtungen, Auskleidung, Rost und Luftwege geprüft, was Sie teils selbst können und teils dem Fachbetrieb überlassen. Die Abgasanlage schließlich wird vom Schornsteinfegerhandwerk gekehrt und überprüft, in Abständen, die sich nach Bauart, Brennstoff und Nutzung richten und die Ihnen mitgeteilt werden.

Was im Betrieb regelmäßig anfällt

Asche ist kein Abfall, den man sofort entfernen muss. Eine dünne Ascheschicht auf dem Boden der Brennkammer ist bei vielen Geräten sogar erwünscht, weil sie die Glut hält und isoliert. Zu viel Asche dagegen blockiert die Primärluft, die von unten kommt, und verschlechtert die Verbrennung.

Räumen Sie also nicht bei jedem Abbrand alles aus, aber lassen Sie es nicht auflaufen. Bei Geräten mit Rost und Aschekasten wird der Kasten geleert, bevor die Asche den Rost erreicht, sonst brennt der Rost durch. Asche gehört in einen Metallbehälter mit Deckel und muss dort auskühlen, denn Glutnester halten sich erstaunlich lange. Ein Kunststoffeimer oder die Papiertonne sind eine ernsthafte Brandgefahr.

Die Scheibe wird nach Bedarf gereinigt, im kalten Zustand. Ein Blick in die Brennkammer lohnt regelmäßig: Risse in der Auskleidung, ein verzogener Rost oder abblätternde Beschichtung fallen so früh auf.

Die jährliche Durchsicht vor der Heizperiode

Der beste Zeitpunkt ist der Spätsommer, wenn die Anlage kalt und ungenutzt ist und Fachbetriebe erreichbar sind. Wer im ersten Frost feststellt, dass die Dichtung hin ist, steht in der Warteschlange. Geprüft werden dann:

  • Türdichtungen auf Elastizität, Vollständigkeit und Sitz
  • Die Schamotte- oder Vermiculitauskleidung auf Risse und Bruchstellen
  • Der Rost auf Verzug und Durchbrand
  • Die Luftschieber auf Leichtgängigkeit und vollständige Bewegung
  • Der Scharnier- und Verschlussbereich der Tür auf sauberes Schließen
  • Das Rauchrohr auf Ablagerungen, Sitz und Dichtheit an den Steckstellen
  • Umlenkplatten und Wärmetauscherflächen auf Flugasche

Die Dichtung ist der Punkt, der am häufigsten übersehen wird. Eine Dichtschnur wird mit der Zeit hart und platt gedrückt. Dann zieht die Tür Falschluft, die Verbrennung lässt sich nicht mehr regeln, das Holz brennt zu schnell durch und die Scheibe rußt. Der Test ist simpel: Ein Blatt Papier zwischen Tür und Rahmen klemmen und schließen. Lässt es sich mühelos herausziehen, ist die Dichtung fällig.

Risse in der Auskleidung sind normal

Schamotte und Vermiculit arbeiten unter Wärme. Feine Haarrisse entstehen bei fast jedem Gerät und sind kein Mangel, solange die Platten an ihrem Platz bleiben und nicht durchgebrochen sind. Erst wenn Stücke fehlen, sich Platten verschieben oder der Stahl dahinter sichtbar wird, muss getauscht werden.

Die Auskleidung hat eine Aufgabe: Sie hält die Temperatur in der Brennkammer hoch und schützt den Korpus. Fehlt sie stellenweise, sinkt die Temperatur genau dort, die Verbrennung verschlechtert sich, und der Stahl bekommt Wärme ab, für die er nicht gedacht ist. Ersatzteile gibt es geräteabhängig beim Fachbetrieb.

Was das Schornsteinfegerhandwerk übernimmt

Die Abgasanlage ist nicht Ihr Zuständigkeitsbereich, und das ist gut so. Gekehrt wird, um Ablagerungen zu entfernen, die den Querschnitt verengen und im Ernstfall brennen können. Wie oft, hängt vom Brennstoff, von der Bauart und von der Intensität der Nutzung ab. Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger ist die zuständige Stelle und legt das für Ihre Anlage fest.

Dazu kommt in größeren Abständen die Feuerstättenschau, bei der die gesamte Anlage betrachtet wird, also auch Aufstellung, Abstände und Luftversorgung. Halten Sie die Zugänge frei: Wer sein Rauchrohr zubaut oder die Reinigungsöffnung hinter einem Schrank versteckt, macht den Termin unnötig kompliziert.

Was gern vergessen wird

Zwei Dinge stehen selten auf der Liste. Das eine ist die Zuluftleitung bei raumluftunabhängigen Geräten: Ihr Gitter nach außen setzt sich mit Laub, Insekten oder Schnee zu, und dann fehlt dem Ofen die Luft, ohne dass jemand ans Gerät denkt. Prüfen Sie diese Öffnung vor der Saison.

Das andere sind Umlenkplatten. Sie sitzen oben in der Brennkammer, verlängern den Weg der Abgase und sammeln Flugasche. Sind sie zugesetzt oder verrutscht, fällt der Zug ab. Die Anleitung beschreibt, wie sie zu entnehmen sind.

Fazit

Wartung ist bei einer Feuerstätte kein Komfortthema, sondern Sicherheit und Wirkungsgrad. Halten Sie Asche im Griff, prüfen Sie Dichtung, Auskleidung und Luftwege einmal jährlich vor der Saison und lassen Sie die Abgasanlage im vorgegebenen Rhythmus betreuen. Der Papiertest an der Tür und ein Blick auf die Zuluftöffnung kosten Minuten und verhindern die meisten der Probleme, die im Winter für Ärger sorgen.

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